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Radonpotenzial

Zur Information über die mögliche Betroffenheit von Regionen und Verwaltungseinheiten durch aufgrund der geologischen Situation zu erwartenden Radonbelastungen wurden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Radonkarten erarbeitet. Ausgangspunkt hierfür war die Erkenntnis, dass erhöhte Radonkonzentrationen in Innenräumen nicht zufällig und nicht ohne Zusammenhang zu den örtlichen Gegebenheiten auftreten. Durch eine genügend große Anzahl von Messungen von Radon in der Bodenluft kann die die Größenordnung der Radonkonzentration im Boden und damit der wichtigsten Radonquelle erfasst werden. Dieser Zusammenhang ermöglicht die kartographische Bewertung und karthographische Darstellung des geogenen Radonpotenzials.
Wird davon ausgegangen, dass innerhalb einer Region ein Großteil der Häuser ähnliche Eigenschaften und Nutzungen aufweist, so kann die kartographische Prognose der Radonkonzentration in der Bodenluft als Grundlage für die Abschätzung der Wahrscheinlichkeiten für erhöhte Radonkonzentrationen im Gebäudebestand und entsprechende Kartendarstellungen dienen.

Radonkarten - Aussagekraft und Grenzen

Was für das Verständnis der Karten und die Vermeidung von Fehlinterpretationen außer der verwendeten Datengrundlage, dem dargestellten Sachverhalt und dem Kartenmaßstab noch wichtig ist, lesen Sie bitte in der beiliegenden Anlage "Radonkarten - Aussagekraft und Grenzen".

Geogenes Radonpotenzial

Das Radonpotenzial bezeichnet die Eigenschaft eines Bodens, Radon in die Bodenluft freizusetzen und mit dieser an der Erdoberfläche abzugeben. Radon kommt aufgrund seines natürlichen Ursprungs überall im Boden vor. Als Gas kann es aus dem Gestein in die Bodenluft austreten. Die Höhe der Konzentration des Radons in der Bodenluft hängt maßgeblich vom Radiumgehalt des Bodenmaterials sowie den Prozessen des Austritts aus dem Bodenmaterial in die Bodenluft ab, was wiederum vor allem von der Porosität und Feuchte des Bodens abhängt. Gelingt es den entstandenen Radon-Atomen nicht innerhalb der Zeit bis zu seinem radioaktiven Zerfall aus dem Bodenmaterial herauszutreten, bleiben die Zerfallsprodukte im Boden, weil sie als Schwermetalle - wie Radon - mit der Bodenluft weiter transportiert werden. In Gebieten mit höheren natürlichen Radium-226-Gehalten im Boden sind in der Regel höhere Radonkonzentrationen im Boden zu erwarten.

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