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Radon an Arbeitsplätzen in Innenräumen

Radon gelangt über unterschiedliche Wege in Innenräume und kann sich dort in Abhängigkeit von den Lüftungs- und Nutzungsverhältnissen anreichern. Radon und seine Zerfallsprodukte werden eingeatmet und können das empfindliche Lungengewebe schädigen. Daraus kann Lungenkrebs entstehen.

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Bei bestimmten Arbeitsplatzen können auf Grund der besonderen Bedingungen häufig erhöhte Radonkonzentrationen auftreten. Diese sind in Anlage 8 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) aufgeführt:

  • untertägige Bergwerke, Schächte und Höhlen, Besucherbergwerke
  • Radonheilbäder und Radonheilstollen
  • Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und –verteilung

Aber auch andere Arbeitsplätze in Innenräumen von Gebäuden können betroffen sein. Radon kann aus dem Untergrund über erdberührte Bauteile oder aus Baumaterialien in Gebäude gelangen und sich dort anreichern. Wieviel Radon eindringen kann, ist abhängig von:

  • den geologischen Verhältnissen und damit wie viel natürliches Radon im Untergrund vorhanden ist,
  • vom baulichen Zustand der Gebäude, insbesondere der erdberührenden Gebäudeteile sowie
  • vom Nutzungsverhalten und den damit verbundenen Luftwechselraten.

Link zur Seite: Radon in Gebäuden

Das Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) trifft für Arbeitsplätze in Innenräumen verbindliche Regelungen, wenn diese in Anlage 8 des Strahlenschutzgesetzes gelistet sind oder im Erd- oder Kellergeschoss von Gebäuden in Radonvorsorgegebieten liegen.

Was legt der Gesetzgeber fest?

Die in Deutschland seit dem 31.12.2018 geltenden Regelungen zum Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen in Innenräumen sind enthalten in:

  • §§ 126–132 Strahlenschutzgesetz (StrlSchG)
  • §§ 155–158 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)

Das Strahlenschutzgesetz legt für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration einen Referenzwert von 300 Bq/m³ fest. Wird er überschritten, sollen Radonschutzmaßnahmen ergriffen werden.

Das Strahlenschutzgesetz legt darüber hinaus gesetzliche Pflichten für die Errichtung von Gebäuden fest (§ 123 StrlSchG i. V. m. § 154 StlSchV).

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Was ist zu tun?

Der Gesetzgeber hat gemäß §§ 127 bis 132 Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) i. V. m. §§ 155 bis 158 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) ein stufenweises Vorgehen mit festgelegten Fristen vorgesehen.

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Erläuterndes Diagramm zum Textabschnitt "Was ist zu tun?" © Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
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